Die Beobachtungen und Erkenntnisse Emmi Piklers haben in den letzten Jahren in vielen Krippeneinrichtungen Einzug gehalten hat. In Form von Pikler®-SpielRäumen wird Piklers Haltung dem Kind gegenüber von langjährig ausgebildeten PädagogInnen in Familien getragen. Das Interesse an dem pädagogischen Ansatz ist erst in den letzten 30 Jahren stark gestiegen, obwohl Pikler selbst bereits vor dem ersten Weltkrieg ihre ersten Erkenntnisse und Beobachtungen dokumentierte.
Die Pikler-Pädagogik ist keine bestimmte Methode oder Vorgehensweise. Vielmehr lehrt sie uns, eine Haltung einzunehmen, mit der wir das Kind als autonomen und kooperativen Partner wahrnehmen und uns gleichzeitig unserer Führungsverantwortung bewusst sind. Diese Haltung setzt das Wissen um die kindliche Entwicklung und deren Bedürfnisse voraus.
„Wir wollen keine Richtung vorgeben, sondern einen anderen Blick auf das Kind zeigen. Es geht darum, was es bedeutet, respektvoll mit dem Kind umzugehen, ihm Raum für seine Selbstständigkeit zu geben.(…) Und gleichzeitig wird es in die Ordnung und die Regeln seiner Umgebung eingeführt.(…) Der Erwachsene muss das Kind in seinem eigenen Rhythmus, mit seinen Initiativen respektieren und begleiten und in gleicher Weise dafür sorgen, dass es sich in die Gemeinschaft einfügen kann.
(Anna Tardos, Tochter Piklers in „Pikler-Ein Theorie-und Praxisbuch für die Familienbildung; Astrid Gilles-Bacciu | Reinhild Heuer (Hrsg.), S. 23 ff)
Die Grundpfeiler der Pikler-Pädagogik
1) Beziehungsvolle Pflege
Die täglich oftmals wiederkehrenden Situationen wie Wickeln, Füttern, Aus-und Anziehen oder Baden werden zum Beziehungsangebot. In der Pflege wird dem Säugling/Kleinkind Geborgenheit und Zutrauen vermittelt, indem der Erwachsene langsam handelt, seine Tätigkeiten ankündigt und dem Kind die Möglichkeit zur Kooperation, zum Mitmachen gibt. Das Kind erlebt seine soziale Kompetenz und eine sichere Bindung zum Erwachsenen. Dadurch entsteht emotionale Sicherheit, die als Grundlage für selbstständige Erkundungen und Tätigkeiten gilt.
„Behandeln wir Kinder nie mechanisch. Behandeln wir es nie wie einen leblosen Gegenstand, wie klein es auch sein mag. Nehmen wir Rücksicht!“ Emmi Pikler (in „zufriedene Babys – zufriedene Mütter“)
2) Freie Bewegungsentwicklung
Jedes gesunde Kind besitzt von Natur aus die Fähigkeit, seine motorischen Fertigkeiten selbst zu entwickeln. Um vom Liegen ins Stehen und letztlich zum Gehen zu kommen, braucht es keine Animation oder ein Training, jedoch eine dem Entwicklungsalter des Kindes angepasste vorbereitete Umgebung. Der Erwachsene stellt sicheres und anregendes Material zur Entfaltung bereit und begegnet dem Kind mit Vertrauen in seine Fähigkeiten und echtem Interesse an seinem Tun.
„Der Säugling lernt im Laufe seiner Bewegungsentwicklung nicht nur sich auf den Bauch zu drehen, nicht nur das Rollen, Kriechen, Sitzen, Stehen oder Gehen, sondern er lernt auch das Lernen.“ Emmi Pikler (in „zufriedene Babys – zufriedene Mütter“)
3) Freies Spiel
Von Geburt an ist der Säugling interessiert an sich und seiner Umwelt. Die freie Aktivität ermöglicht eine selbstbestimmte Auseinandersetzung mit den äußeren Gegebenheiten. Das Kind entscheidet, womit und wie lange es sich beschäftigen möchte, denn die Art und Weise dieser Beschäftigung hängt vom jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes ab. Damit ein Kind selbstständig aktiv sein kann, benötigt es einen sicheren, ruhigen Ort, geeignetes Spielmaterial und die Bereitschaft des begleitenden Erwachsenen, einen sicheren Hafen zu bieten und Anteil an seinen Erfahrungen zu zeigen.
„Er lernt sich selbstständig mit etwas zu beschäftigen, an etwas Interesse zu finden, zu probieren, zu experimentieren. Er lernt die Freude und die Zufriedenheit kennen, die der Erfolg – das Resultat seiner geduldigen, selbstständigen Ausdauer für ihn bedeutet.“ Emmi Pikler (in „zufriedene Babys – zufriedene Mütter“)
Beobachtung und Reflexion statt Dogmatismus
In der Pikler-Arbeit geht es nicht darum, zwischen gut und schlecht oder falsch und richtig zu entscheiden. Die pädagogische Arbeit beinhaltet Selbstreflexion und Situationsanalysen, sowie Anregungen zur vorbereiteten Umgebung und den Transport entwicklungspsychologischer Gegebenheiten. Ziel der Pikler-Pädagogik ist es, das Kind und seine Bedürfnisse zu verstehen und darauf liebevoll auf Augenhöhe zu reagieren.
„Aber nicht alles ist vorgeschrieben. In unseren Krippengruppen wird in vielem unterschiedlich gehandelt. Wir besprechen aber die Situationen und Abläufe, dann beobachten und kontrollieren wir die Umsetzung und tauschen wieder unsere Beobachtungen aus. Das ist eine fortwährende kreative Arbeit.“
Anna Tardos, Tochter Piklers in „Pikler-Ein Theorie-und Praxisbuch für die Familienbildung; Astrid Gilles-Bacciu | Reinhild Heuer (Hrsg.), S. 23 ff)
Bist du jetzt neugierig geworden?
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Keine Angst, liebe:r Leser:in, du bekommst hier keine Auflistung der Löffel, die sich aktuell in meinen Küchenschubladen befinden 🙂
Der Begriff „Bucket List“ (oder „Bucketlist“) stammt vom Englischen „kick the bucket“. Das bedeutet auf Deutsch so viel wie „den Löffel abgeben“. Daher wird die Bucket-Liste auf Deutsch auch Löffelliste genannt. Sie enthält entsprechend alle wichtigen Dinge oder Ziele, die man vor seinem Tod noch erreichen möchte. (Quelle: https://karrierebibel.de/bucket-list/)
Mit gemischten Gefühlen bin ich dem Vorschlag von der content society, diesmal eine Bucketlist zu schreiben, begegnet. Wieso sollte ich? Da schreib ich doch lieber was Gscheites! Hab ich nicht schon so urviel erlebt in meinem Leben? Gibt es überhaupt etwas, das ich noch unbedingt unterbringen muss? Und was ist, wenn mich so eine Liste unter Druck setzt? Mit diesen Fragen verbrachte ich die Hunderunden dieser 3. Januarwoche. Ich philosophierte mit meinen Söhnen darüber, was wir unbedingt noch erreichen und was wir erleben wollen. Und hier sitze ich nun und habe ich kürzester Zeit 52 Dinge niedergeschrieben, die ich noch gerne machen möchte. Heuer, oder halt zu einem anderen Zeitpunkt meines Lebens 🙂
Und tadaa! – hier ist meine bucketlist!
Die gefetteten Punkte möchte ich gerne Ende des Jahres 2021 abhaken können.
in Hawaii mit Delfinen schwimmen
einen Tauchkurs in Costa Rica machen
ein 10000teiliges Puzzle zusammenbauen
Wohnmobilbesitzerin werden
mit diesem Wohnmobil zum Nordkap fahren,
durch Italien nach Griechenland,
durch die Schweiz nach Südfrankreich
und von Barcelona nach Lissabon!
den Grand Canyon sehen
in einem Musical mitmachen
einen Fotographie-Workshop besuchen
einen Gesangskurs machen
ein Buch schreiben, veröffentlichen und mindestens 1000 Mal verkaufen
Es war einmal ein kleiner Wassertropfen, der gemeinsam mit vielen anderen Tropfen in einer Wolke lebte. Sein Leben war sehr ruhig, manchmal sogar richtig langweilig. Und eng war es, weil sie so viele waren. Manchmal stießen sie aneinander. Aber das machte ihm nichts aus. Im Gegenteil, er fand das sogar lustig.
Eines Tages aber bemerkte er eine große Unruhe bei seinen Freunden. Sie wirkten alle ein bisschen nervös und so fragte er sie, was denn los sei. „Merkst du es denn nicht? Wir fallen schon schneller, jetzt geht es gleich los!“ „Was geht los?“ fragte er in die Runde. „Na die Reise auf die Erde!“ antwortete darauf ein sehr großer Wassertropfen.
Und tatsächlich konnte er es jetzt auch selbst spüren. Er spürte, dass er nach unten gezogen wurde. Als er nach unten sah, konnte er nicht viel erblicken. Zu viele Wassertropfen versperrten ihm die Sicht. Aber sie wurden immer schneller, immer schneller! Und nun, je näher er kam, desto mehr konnte er erkennen: Er sah einen Wald, ein paar sanfte Hügel und weiter weg konnte eine Ansammlung von Häusern erkennen.
Immer näher kamen die Bäume des Waldes, so schnell fiel er nach unten. Doch plötzlich passierte etwas: Seine schnelle Fahrt wurde von einer Sekunde auf die andere gebremst und statt hinunter zu fallen, wirbelte er nun durch die Luft. Er machte einen Salto und drehte sich fünfmal im Kreis. Ein Windstoß hob ihn hoch und ließ ihn gleich darauf wieder runterpurzeln. Wieder drehte er sich einige Male im Kreis, machte noch drei Purzelbäume und kam dann endlich etwas zur Ruhe. Vor lauter Schreck sah er erstmal nach unten. Der Wald war nun viel weiter weg als vorhin! „Sowas ist mir ja noch nie passiert“- wunderte sich der Tropfen ganz leise.
Nun wanderte sein Blick einmal rundherum. Und was sah er da? Er traute seinen Augen kaum! „Oh, wie schön!“ rief er. Rund um ihn herum tanzten die schönsten Schneeflocken, die die Welt jemals gesehen hatte!
„Ja, nicht wahr?“ Eine sehr große anmutige Flocke kam auf ihn zu, lächelte ihn an und sagte: „Sieh dich an, du bist wie wir!“
Da schaute der Wassertropfen an sich herunter und staunte: tatsächlich hatte er sechs Zacken bekommen! Sechs Zacken, deren Enden wieder verschieden lange Zacken hatten. „Du bist viel größer als ich“ sagte er zu seiner Freundin. „Ja, und du hast längere Zacken als ich! Wir sehen alle anders aus!“ Er sah sich noch einmal um und entdeckte tausende Schneeflocken, die alle gleich aussahen und doch irgendwie anders waren. Manche sahen aus wie Blumen, manche wie Sterne und wieder andere wie Blütenblätter.
„Wir sind alle einzigartig, wie die Menschen mit ihren Kindern da unten. Und denen werden wir jetzt eine sehr große Freude machen!“ Die große Schneeflocke kicherte, drehte sich einmal im Kreis und tanzte davon.
Der Wind trug die kleine Schneeflocke weit, weit weg, ließ sie über die Hügel und Täler schweben und wirbelte sie in der Luft herum. Mit der Zeit lernte sie, mit dem Wind zu tanzen, übte mit seiner Hilfe Saltos und Purzelbäume und wenn sie müde wurde, ruhte sie sich aus und ließ sich von ihm tragen.
Schön langsam kamen die Bäume wieder näher. Die Schneeflocken legten sich eine nach der anderen auf die Bäume. Der Wald wechselte seine Farbe von grün auf weiß. Die kleine Schneeflocke konnte schon die Baumwipfel erkennen und freute sich bereits aufs Landen.
Plötzlich stieß sie jemand an. Und weil sie das immer schon lustig fand, musste sie lachen. „Entschuldigung!“ sagte die andere Flocke. „Macht doch nichts, komm, wir machen das nochmal!“
Und so wirbelten sie gemeinsam durch die Luft, hüpften auf und ab, stießen aneinander, und lachten. Und als sie müde wurden, reichten sie einander die Zacken und landeten gemeinsam unter einer großen Tanne. Da kamen ein paar Kinder, schnappten sich den Schnee und machten daraus riesige Schneebälle. Und so kam es, dass unsere Schneeflocke direkt im Gesicht eines kleinen Jungen landete. Als er in den Schnee fiel, musste er so laut lachen, dass er sich den Bauch halten musste. Er wischte mit seiner kleinen Hand den Schnee auf seiner Wange weg. Dort schmolz die Schneeflocke und landete als Wassertropfen wieder auf der Erde.
In unserem Storchennest Kindergarten wird leidenschaftlich gebacken. Da steht so ein alter Minibackofen, in dem die Kinder selbstständig Kuchen oder Kekse backen, manchmal gibt es überbackenes Brot oder gebackenes Gemüse. Die Zeit des ersten Coronalockdowns habe ich dazu genutzt, die vorhandenen riesigen Backhandschuhe für Erwachsene gegen Kleinere auszutauschen. Dazu habe ich ein kostenloses Schnittmuster bei shesmile.de gefunden. Da mir diese Spielhandschuhe allerdings für den echten Gebrauch zu klein waren, habe ich das Schnittmuster etwas vergrößert.
Ich habe das Thermolam und den Außenhandschuh mit schrägen Nähten versteppt, weil das einfach gut zum Stoff passt und ich das auch gerne mache 🙂 Genauso gut kannst du ein anderes Muster wählen. Damit ich die Reihen auch gut nähen kann, habe ich sie vorher mit einem Stift markiert, den man anschließend wieder wegbügeln kann (ich nehm´ dafür einen frixion von pilot).
Die Steppnähte habe ich vorgezeichnet
Nachdem beide Aussenstoffe mit dem Thermolam gut vernäht habe, habe ich die beiden Teile rechts auf rechts aneinandergenäht. Ich habe auch eine Schlaufe eingenäht, damit ich den Handschuh später aufhängen kann. Auf dem Foto siehst du, dass ich es verabsäumt habe, überschüssige Vlies-und Stoffteile abzuschneiden. Naja, Genauigkeit ist nicht so mein Ding, aber wenn du alles ganz gerade haben möchtest, würde ich sagen, lieber noch mal zuschneiden und die beiden Teile größentechnisch abgleichen 🙂
So werden beide Aussenteile zusammengenäht
Danach ist der Innenhandschuh dran. Ab jetzt kannst du auf 2 verschiedene Arten weitermachen. Ich stelle dir hier beide Möglichkeiten vor, die auch ich ausprobiert habe.
1) Variante 1: Ohne Wendeöffnung, mit Schrägband:
Dabei werden die beiden Innenstoffe komplett aneinander genäht. Da das Innenteil etwas kleiner sein sollte als das Aussenteil, kannst du ruhig großzügig rundherum nähen. Ich habe den Innenhandschuh später auch nochmal verkleinert.
Der Innenhandschuh wird komplett zugenäht
Den Innenhandschuh wird nun in den Aussenhandschuh gesteckt. Die Nahtzugabe habe ich weggeschnitten, damit sie nicht stört, wenn ich die beiden Teile ineinanderstecke. Anschließend habe ich das Schrägband am unteren Teil des Handschuhs mit Stecknadeln fixiert. Natürlich kann man dafür auch Stoffkleber nehmen.
Ich habe das Schrägband mit Nadeln fixiert
Danach noch mit dem passenden Nähgarn eine Rundumnaht, und fertig ist das gute Stück! Am Foto sieht man noch die lila Markierungen für die Steppnähte. Die werden einfach rausgebügelt!
Backhandschuh für Kinder mit Schrägbandabschluss
2) Variante 2: mit Wendeöffnung
Wenn du so gar nicht mit Schrägbändern kannst oder du gerade keines zu Hause hast: kein Problem, dafür gibt es die Wendevariante. Nachdem ich beide Varianten ausprobiert habe, kann ich sagen, dass ich die Wendevariante weit aufwändiger und komplizierter finde!
Dafür wird das Innenteil des Handschuhs nicht ganz zusammengenäht, sondern eine Öffnung von ca. 7-10 Zentimetern gelassen. Die sollte nicht zu klein geraten, da sonst der dicke Handschuh nicht durchgeht. Vor und nach der Öffnung vernähe ich immer doppelt vor und zurück, damit die Naht beim Wenden nicht reißt.
Hier werden 10 cm frei gelassen
Jetzt wird der Innenhandschuh umgedreht und rechts auf rechts in den Aussenhandschuh gesteckt. Die Unterseite wird nun einmal rundherum geschlossen.
An der Unterseite einmal rundherum nähen
Wenn das geschehen ist, wird gewendet. Dafür holst du die Innenseite des Handschuhs heraus und steckst einmal das Außenteil durch die Wendeöffnung.
Diese Öffnung habe ich ganz unkompliziert mit der Maschine geschlossen. Natürlich gibt es auch die feinere Variante des händischen Matratzenstichs, aber ganz ehrlich, diese Öffnung wird nie jemand zu Gesicht bekommen. Und so sieht mein fertiger Handschuh nach der Wendemethode aus.
Backhandschuh für Kinder
Tatsächlich gefällt mir das Ergebnis mit dem Schrägband viel besser und es ist auch einfacher zu nähen. Wie gesagt, bin ich keine Genauigkeitsfee, das könnt ihr wohl gut erkennen am obrigen Foto 🙂
Ein vorbereiteter Raum für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, in dem die Kinder Spielmaterial vorfinden, das ihrer jeweiligen Entwicklungsphase entspricht, ein Platz, an dem sie sich bewegen und selbstständig entdecken können.
Der SpielRaum empfängt seine Besucher mit einer stillen Magie und lädt ein, zur Ruhe zu kommen und die Zeit gemeinsam mit seinem Kind zu genießen. In der Mitte steht ein kleines Klettergerät samt Rutsche aus Holz. Hier können die Kinder Bewegungsabläufe und ihr Gleichgewicht trainieren, was sie auch voller Freude tun. Rauf und runter, vorwärts und zurück – mit erstaunlichem Geschick wird ausprobiert, was möglich ist. Die Strickleitern werden erobert, die darunter liegende Matratze fängt einen weich auf und ist auch noch ein feines Trampolin für die Kleinen. Es wird begeistert in Körben voller bunter Bälle gewühlt, bevor sie schwungvoll ausgeleert werden. Tücher, Stoffschlangen, Holzringe, Schüsserln und Becher bieten dem Tastsinn Gelegenheit, sich mit unterschiedlichen Materialien, mit leicht und schwer oder weich und hart vertraut zu machen. Bauklötze werden gestapelt und verschieden große Deckel auf allen möglichen Behältern probiert.
Für die Eltern liegen entlang der Wand weiche Sitzkissen. Dort können sie mit ihrem Kind gemeinsam dem Tun zusehen oder sich zurücklehnen und ihr Kind beim Spielen und Erforschen beobachten. Manche Kinder stürmen gleich beim Hereinkommen auf die Spielsachen zu. Andere brauchen erst eine Weile auf Mamas Schoß, bis sie sich sicher genug fühlen, zu einem Spielzeug zu gehen.
Alles passiert ohne Zwang und Erwartung. Es gibt keine aktive Animation oder Aufforderung, etwas zu tun. Die SpielRaumleiterin bietet mit ihrer achtsamen Präsenz den Halt, durch den Kinder sich ausprobieren und Eltern entspannt beobachten können. Belehrende Kommunikation hat hier keinen Platz. Situationen werden höchstens beschreibend kommentiert und niemals bewertet. Es gibt auch keinerlei störende Eingriffe seitens der Erwachsenen, wie übereilte Hilfestellung. Das Kind wird ermutigt, selbst eine neue Situation zu bewältigen. Eltern erfahren alleine durchs Zusehen neue Strategien, wie sie zum Beispiel mit Konflikten anders umgehen können oder wie klare Sprache das gemeinsame Sein wesentlich erleichtert.
Der pädagogische Hintergrund des SpielRaums stammt u.a. von der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler (1902-1984). Sie vertraut auf den natürlichen, inneren Antrieb des Kindes, sich richtig bewegen und von sich aus Neues lernen zu wollen. „Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist.“ Der SpielRaum kann der Beginn eines anderen Umganges mit Kindern sein.
Die Entscheidung, den SpielRaum abzutrennen, war das Ergebnis meiner ersten IPPE Selbsterfahrungswoche im November. Da habe ich bemerkt, dass ich einen eigenen Raum brauche, um für mich zu sein, zu arbeiten und mich zurückzuziehen. Mein Arbeitsbereich war bisher das Wohnzimmer. Und wenn sich alle Kinder dort tummeln, ist es schwierig, wirklich produktiv zu sein. Das Zimmer meines Ältesten war das gleich neben der Küche. Da er aber eh nur am Wochenende hier ist, habe ich ihn um eine Unterredung gebeten, in dem ich ihm den ganzen SpielRaum als Wohnraum angeboten habe. Allerdings wollte er gar nicht so viel Platz und so ist die Idee entstanden, dass wir einfach eine Holztrennwand einbauen.
Abbau des Kachelofens – ein spontaner Beschluss
Es war eine schon sehr kurzfristige Entscheidung…ja, nachdem der Kachelofen im SpielRaum, Marke Eigenbau unseres Vorgängers, leider immer wieder für eine rauchige Atmosphäre gesorgt hat, haben wir am 23. Dezember 2019 kurzerhand beschlossen, auch ihn im Zuge der Renovierung zu ersetzen. Also wurde er gleich am ersten Ferientag abgebaut.
Adieu, alter Kachelofen!
Am 30.12.2019 hat mein liebster Bruder dann an dieser Stelle schöne Fliesen gelegt. Gleich nach Weihnachten haben wir auch sofort einen neuen Ofen gefunden. So schön du auch warst, lieber Kachelofen, jetzt ist alles besser! Weil jetzt gibt es einen wunderbaren Küchenherd, einen von der Sorte, wie ihn meine Großeltern schon gehabt haben. Mein Opa hat darauf immer steirischen Bohnensterz gekocht – das kann ich jetzt auch (naja, theoretisch).
Und das beste daran: es gibt jetzt immer heißes Wasser im SpielRaum! Damit kann man Tee kochen (da werden die Gespräche noch wertvoller 🙂 ) und zum Hände-und Popowaschen muss ich nicht immer warmes Wasser aus dem Badezimmer holen.
neuer Ofen, neue Fliesen
SpielRaumbetrieb trotz Baustellenstimmung
Wie ihr vielleicht selbst schon einmal erlebt habt, kommt trotz guter Planung nicht immer alles so, wie man sich das vorstellt. Der Maler hat nur an diesem und jenem Tag Zeit, die Sesselleisten werden nicht geliefert usw. Also habe ich trotz Baustelle weiterhin meinen SpielRaum angeboten. Und dreimal alles aus-und wieder eingeräumt. Und zwischendurch natürlich geputzt…
Wand-und Bodenkosmetik
Die kleine Mauer neben dem Ofen haben Mann und Sohn selbst aufgestellt. Das Verputzen und die Malerarbeiten haben wir dann doch gerne einem Profi überlassen. Danach hat mein allerliebster Mann noch den Holzboden abgeschliffen und geölt! Ihr glaubt ja gar nicht, was für einen Unterschied das ausmacht. Der SpielRaum wirkt auf einmal so frisch und hell!
vorher
nachher
Aufbau der Holztrennwand im April
Im ersten Corona-Lockdown haben wir uns an den Aufbau der Holzwand gemacht. Lustig dabei war, dass meine Männer erst die Holzplatten leicht falsch berechnet hatten. Sei waren nämlich zu groß und passten nicht durch die Eingangstüre! Also mussten wir sie zurückschicken und durchschneiden lassen. Der Tischler hat allerdings die große Holzplatte in der falschen Richtung entzwei geschnitten! Also haben wir alles nochmal bestellt…Der Aufbau ging wirklich schnell und die Schiebetüre war schneller eingebaut, als gedacht. Und so fein schaut es jetzt aus in meinem SpielRaum!
„Wie heißt heute die Schlussgeschichte?“ – diese Frage stellen die Kinder täglich dem zuständigen Begleiter.
Jeden Tag wird bei uns im Storchennest eine Geschichte frei erzählt. Eine Geschichte, die ich schon mal gelesen habe, oder die ich mir vorab ausgedacht habe. Oder eine, die im Moment des Erzählens entsteht. Das sind meine Lieblingsgeschichten. Auch heute hab ich mir keine spezielle Geschichte ausgedacht, also frage ich die Kinder, wie sie heißen soll.
„Na ich weiß das nicht, das musst schon du wissen!“ bekomme ich als Antwort von einem Sechsjährigen. Da frage ich meine Kollegin, ob sie vielleicht weiß, wie denn heute die Geschichte heißt. Aber auch sie weiß es nicht. Die Mama, die gerade die Jause richtet, hat auch keine Ahnung.
2 Stunden später wieder die gleiche Frage, diesmal von einem Dreiergespann. „Hmm, ich glaube, heute müsst ihr mir helfen. Ich weiß immer noch nicht, wie sie heißen soll…“ – „Das Monsterkaka!“ ruft da eine Mäuschenstimme im Hintergrund. „Aha, Monsterkaka also. Eine Kaka Geschichte mag ich heute nicht erzählen…“ – „Das Nudelkaka!“ sagt die Stimme neben dem Mäuschen. „Hmm, ich könnte die Geschichte vom Nudelmonster erzählen!“ – „JAAAAAAA!“
Gute-Nacht-Geschichten, Schlussgeschichten, Zwischendurchgeschichten,…zum Kuscheln und Entspannen, als Ritual, als Beziehungsangebot – eine Möglichkeit, deine Zeit mit deinem Kind sinnvoll zu verbringen. Wie du eine Geschichte einfach so aus dem Ärmel schüttelst? – Schritt für Schritt 🙂
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Geschichten frei zu erzählen oder welche selbst zu erfinden. Das ist der Weg, den ich selbst gegangen bin. Vom Erzählen, was ich sehe, bis zum Erzählen einer Geschichte, von der ich nur den Titel kenne!
1) Geschichten mit Wimmelbüchern erzählen
Kennst du die * Wimmelbücher von Rotraud Susanne Berner? Jedes Buch erzählt eine Geschichte von verschiedenen Menschen in Wimmlingen. Mit diesen Büchern ist es ganz einfach, die Geschichten, die man sehen kann, zu erzählen. Beschreibe die Bilder, die du siehst, erfinde vielleicht Gerüche dazu, oder versuche, Vermutungen anzustellen. Wohin will dieser Fahrgast fahren? Was macht Niko, wenn er wieder mal abhaut? Nehmt euch doch einfach ein Buch zur Hand, betrachtet gemeinsam die Bilder, mal schauen, was passiert. Die Wimmelbücher gibt es für alle Jahreszeiten und auch ein Nachtwimmelbuch!
Wimmelbücher eignen sich besonders gut zum Geschichten erzählen.
2) Gegenstände und Symbole für deine Geschichte
Das Spiel „Erzähl mir was…“ von Haba haben wir oft mit unseren Kindern gespielt. Auf dem Tisch liegen verschiedene Kärtchen aus. Einer beginnt, eine Geschichte zu erzählen und verwendet irgendwann ein Wort, das auf einem Kärtchen vorkommt. Der Mitspieler, der das Symbolkärtchen als erster findet, erzählt weiter. Daraus sind meist Geschichten entstanden, die kaum einen roten Faden hatten. Den Kindern hat´s trotzdem immer gefallen!
Spiel „Erzähl mir was…“ von Haba
Genauso gut kannst du Bilder aus alten Büchern, Zeitschriften oder Katalogen ausschneiden und dir und deinen Zuhörern als Auswahl zur Verfügung stellen. Wieviele Bilder du verwenden sollst? Hmm, am besten, du probierst es aus. Hast du mit dem Apfel, der Unterhose und dem Wolf genug? Oder würde es dir helfen, noch einen Baum, eine Eule und einen Schneemann dabeizuhaben?
Eine andere schöne Möglichkeit sind alltägliche Gegenstände, die in einer Geschichte vorkommen. Geht doch mal das Inventar des Kinderzimmers oder der Küche durch und sucht euch 5 Gegenstände, die in der Geschichte mitspielen dürfen. Da könnte der Löffel mit Hilfe des Flugzeugs eine Reise antreten oder der Teddy wird von der vergesslichen Omama im Kühlschrank vergessen, wo ihm die Gurken ein Theater vorspielen, die Karotten hingegen ihn aber zur Weißglut treiben, weil…
Mit meinen Geschichtenwürfel gelingt die nächste Geschichte ganz leicht: Einfach würfeln oder würfeln lassen und schon kann es losgehen. Es gibt 5 Würfel zur Auswahl, von denen du natürlich auch weniger verwenden kannst.
Eine schöne Idee sind auch die Geschichtensteine: sammle schöne Steine und male ein paar Symbole drauf, die du gerne in deinen Geschichten verwendest. Die Steine können ausgesucht oder ganz geheimnisvoll aus einem Sack gezogen werden.
3) Hol dir Ideen von deinen Zuhörer:innen!
Hat die Geschichte wie in meinem oben genannten Fall nur einen Titel, ist es noch interessanter. Was löst er in mir aus? Oder in dir? Der Titel gibt mir schon mal die Möglichkeit, mir vorab Gedanken über den Verlauf der Geschichte zu machen. Einen roten Faden im Kopf spinnen, zu überlegen, wie beginnt sie und wie endet sie? Wenn der Titel der Geschichte „das Nudelmonster“ ist, gibt es unzählige Varianten von Geschichten. Je nach Erfahrungsschatz und Einfallsreichtum des Erzählers – und natürlich des kreativen Zuhörers.
Viele Kinder sind äußerst kreativ und erzählen gerne die Geschichte mit. Lass dich überraschen, welche Möglichkeiten die Figuren in deiner Geschichte haben, wenn du einfach die Kinder danach fragst. Oder wenn du nicht weiter weißt, kannst du einfach fragen, was als nächstes passieren soll. Ich kann dir garantieren, deine Zuhörer kennen mindestens eine Lösung.
Passe deine Geschichte dem Entwicklungsstand deines Kindes an
Wie alt ist das Kind, dem du eine Geschichte erzählen magst? Wie lange kann es aufmerksam dabeibleiben? Es gibt Zweijährige, die schon gerne einfachen Geschichten lauschen, aber auch Dreijährige, denen es schwer fällt, länger aufmerksam zu sein. Passe die Länge und den Inhalt der Geschichte deinem Gegenüber an. Kleinkinder mögen Geschichten aus dem Alltag, etwas, das sie selbst schon erlebt haben. Vielleicht magst du vom Teddy erzählen, der heute mit der Mama beim Arzt war? Oder von deinem Kind, wie es am Spielplatz Sandkuchen gebacken hat und dabei unbedingt die Kuchenform von seinem Freund gebraucht hat?
Für Kindergartenkinder dürfen es neben Alltäglichem aber auch gerne phantastische Wesen, magische Vorgänge und verrückte Welten sein. Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Geschwister mal beim Zähneputzen schrumpfen und auf einmal im Waschbecken landen? Oder die Henne Berta mit der Krähe Krax die Flügel tauscht? Tja, ich denke, da fällt dir gleich was dazu ein, oder?
Wenn die Kinder älter werden, dürfen die Geschichten auch etwas verwobener sein. Mehrere Handlungsstränge können gleichzeitig passieren, es darf wirklich spannend werden und auch länger dauern. Und denk daran: es reicht, wenn die Geschichte etwas ALLTÄGLICHES ist! Es reicht auch Siebenjährigen, wenn du ihnen vom Arztbesuch erzählst! (wobei, da könnte schon der Gazeverband etwas Unsinn treiben, oder?)
Für jede Geschichte kannst du dir (mit Hilfe deines Gegenübers) eine Hauptfigur überlegen – wie sieht sie aus, wie spricht sie, was macht sie gerne, wo wohnt sie? Kinder lieben auch lustige Namen. In unserem Fall könnte das Leo Löffelchen sein oder wie wärs mit Herrn Nudelkopf? Weiters kannst du überlegen, wie die nähere Umgebung in der Geschichte aussieht. Ist es eine Welt wie unsere, oder ein Meeresstrand, ein verwunschener Wald oder die Suppenschüssel? Wie riecht es in deiner Geschichte? Ist es kalt oder warm? Und welche Geräusche kann man hören? – nun, je älter die Kinder sind, desto detailreicher dürfen diese Beschreibungen sein. Keine Sorge, du merkst sofort am Gesichtsausdruck deiner Zuhörer, ob du sie gerade über-oder unterforderst oder genau den richtigen Nerv getroffen hast 😉
Wichtig ist, dass die Geschichte gut ausgeht. Der böse Zauberer wacht aus einem Traum auf oder ein Zauberspruch macht alles wieder gut? Wie auch immer, das Ende sollte eine sanfte Möglichkeit bieten, wieder langsam aber sicher im Hier und Jetzt anzukommen.
Einfach mal anfangen – die Erfahrung kommt von selbst!
So viele Ideen haben wir jetzt gesammelt und jetzt geht es los mit dem Erzählen. Macht es euch bequem und gemütlich, schalte dein Handy aus und sorge dafür, dass ihr möglichst nicht gestört werdet. Überlege dir, wie lange du Zeit zum Erzählen hast. Die verfügbare Zeit bestimmt die Handlung und Intensität deiner Geschichte.
Erzähle, wie dir der Schnabel gewachsen ist. Mach dir bitte keine Gedanken über Grammatik, Satzbau oder Umgangssprache. Eine frei erzählte Geschichte ist nicht mit einem Text in einem Buch vergleichbar. Dein Blick, deine Emotionen, dein Ausdruck, deine Mimik erzählen die Geschichte mit dir. Vieles musst du deshalb auch gar nicht erklären, denn das macht das Erzählen von selbst. Sprich deine:n Zuhörer:in ruhig persönlich an: „Wisst ihr, was dann passiert ist?“ oder „was glaubst du, ist der Löffel nach Afrika oder in die Antarktis geflogen?“
So, ich denke, jetzt hast so große Lust, deinem/n Kind/ern eine Geschichte zu erzählen, dass du gar nicht mehr warten magst, oder? Na dann mal los, es kann ja eigentlich nichts passieren, ausser…hoppla…hast du das gesehen?
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Emmi Pikler wurde 1902 in Wien geboren. Sie absolvierte ein Medizinstudium in Wien und promovierte 1927. Drei Jahre später heiratete sie György Pikler, 1931 wurde ihre Tochter Anna geboren. 1935 eröffnete sie eine Privatpraxis als Kinderärztin in Budapest. Ihr großes Anliegen war, neben den gesundheitlichen Aspekten, die Familien in der Kindererziehung zu unterstützen.
Schon im Säugling besteht ein von Natur aus unversiegbares und immer zunehmendes Interesse für die Welt und für sich selbst.
1946 übernahm sie die Organisation und Leitung des Säuglingsheims in der Lóczy-Straße in Budapest. Aufgrund ihrer Beobachtungen hat sie den ihr anvertrauten Kindern eine Umgebung bereitet, in welcher sie selbstständig und aktiv ihre Bewegungen entwickeln und ihre Umgebung erkunden konnten. Ihr Erfolg zeigte sich im Zustand der Heimkinder, die laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO ohne Anstaltsschäden, d.h. zu selbstbewussten, eigenständigen Menschen heranwuchsen. Die Besucher und Besucherinnen des Heims sahen ausgeglichene, lebensfrohe und aktive Kinder.
Die Erkenntnisse, die Pikler aus ihrer langjährigen Erfahrung zog, publizierte sie in wissenschaftlichen Studien. Aus zahlreichen Vorträgen und Artikeln entstand 1940 ihr erstes Buch „Friedliche Babys – zufriedene Mütter“. Das Thema ihrer Habilitation 1969 war die freie Bewegungsentwicklung. Das Dr. Emmi Pikler Institut wurde durch die Herausgabe von Fachbüchern, Artikeln in Fachzeitschriften, Studien, Forschungen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu einem weltweit anerkannten methodologischen Institut.
Emmi Pikler starb 1984 nach kurzer Krankheit in Budapest. Ihre Tochter, Anna Tardos, übernahm nach ihrem Tod die Leitung des Heims und führte die Forschungsarbeiten fort. Heute sind keine Heimkinder mehr im Loczy. Die entwickelten Grundsätze werden dort nun in Krippen und Pikler®-SpielRäumen umgesetzt. Es werden regelmäßig zahlreiche Internationale Fortbildungen angeboten.
Die Haltung Piklers Kindern gegenüber hält mittlerweile in vielen Tageseinrichtungen Einzug und ist in den letzten Jahren zu einem Qualitätsmerkmal geworden. Diese Qualitätssicherung der Pikler-Kleinkindpädagogik wird durch nationale und internationale Pikler-Gesellschaften übernommen.
Publikationen:
Miteinander vertraut werden. Erfahrungen und Gedanken zur Pflege von Säuglingen und Kleinkindern(Hrsg.: Anna Tardos, Lienhard & Laura Valentin). Arbor Verlag 2014, * ISBN: 978-3867811231
Lasst mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung des Kindes bis zum freien Gehen. Pflaum, München 2018 * ISBN: 978-3-7905-1068-3
Friedliche Babys – zufriedene Eltern. Vom achtsamen Umgang mit unseren Kindern. Herder, Freiburg 2021 ISBN: 978-3-451-03320-9
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