„Wo soll man denn sonst hin im Winter? Wenn es draußen eisig kalt ist und drinnen die Kinder nur aufgeregt durcheinander laufen?“
Julia hatte bereits voriges Jahr die Idee, für ihren Sohn L. und seine Freunde zum zweiten Geburtstag einen SandSpielRaum zu buchen. Und auch dieses Jahr durfte ich mein neues Arbeitsjahr im SpielRaum in Kaisersdorf mit L.’s Geburtstagfeier im SandSpielRaum beginnen.
Heuer wurde er drei Jahre alt. Eingeladen waren fünf Kinder, vier waren schließlich da – eine kleine Gruppe, in der jedes Kind seinen eigenen Platz fand und gleichzeitig Raum für gemeinsames Spiel entstand.
Den SpielRaum habe ich dem Alter der Kinder entsprechend vorbereitet. Es standen ausreichend Plätze zum Schütten, Rieseln, Spüren und Entdecken bereit. Verschiedene Küchenutensilien wie Schüsseln, Töpfe, Siebe, Schöpfer und Löffel sprechen das Spielbedürfnis nach Schütten, Löffeln und Sammeln der Dreijährigen an.
Die Sandwanne lädt nicht nur Kinder zum Verweilen ein. Verschiedene Oberflächen hinterlassen unterschiedliche Spuren im Sand. Die Muscheln und Glasperlen werden zum Legen von Muster und Mandalas verwendet.
Auch die anwesenden Erwachsene erleben im Spiel mit dem Sand Entschleunigung und Achtsamkeit.
Das Gitter im hinteren Bereich des Raumes schützt die Kinder vor dem heißen Ofen und bildet gleichzeitig einen Raum zum Jausnen oder Pausieren.
Der Sand ist für alle Kinder sofort einladend. Die vorbereitete Umgebung ist ausreichend und es braucht keine besondere Motivation oder Anleitung. Auch dieses Mal entstand das Spiel wieder ganz von selbst: die Hände sind sofort im Sand! Die Kinder gehen auf gemeinsame Entdeckungsreise, werden nebeneinander und miteinander aktiv und versinken für einige Zeit in ihr sinnliches Spiel.
Entdecken und Experimentieren mit SandMuschelsuche im SandSpuren im SandSpielRaumsinnliches Wühlen im kühlen feinen Sand
Natürlich wurde auch gefeiert. Nachdem L.’s Papa die Geburtstagstorte geliefert hat, sangen wir gemeinsam ein Geburtstagslied und nahmen uns Zeit für eine kleine Jause.
Und ja, am Ende war der Sand überall im Raum verteilt. Für mich sind diese Spuren kein Chaos, sondern das sichtbare Ergebnis von Spiel, Begegnung und einem Nachmittag, an dem Kinder einfach Kinder sein durften und ihren inneren Bedürfnissen nachgehen konnten.
Das Angebot von Besen und Schaufel hat die Kinder motiviert, mir beim Aufräumen und Zusammenkehren behilflich zu sein.
Warum eine Geburtstagsfeier im SandSpielRaum für Kinder und Eltern so wertvoll ist
Eine Geburtstagsfeier im SandSpielRaum bedeutet für dein Kind:
freies, vertieftes Spielen und Entdecken
ein überschaubarer, sicherer Rahmen
Raum für echte Begegnung mit Gleichaltrigen
das Erleben einer Feier ohne Erwartungsdruck und Überforderung
Eine Geburtstagsfeier im SandSpielRaum bedeutet für dich:
kein Geburtstagsstress: keine Vorbereitung, kein Aufräumen, kein Programm
die Sicherheit, dass dein Kind fachlich und feinfühlig begleitet wird
entspannte Zeit, in der du einfach dabei sein darfst
ein Geburtstag, der sich leicht anfühlt und in eurem Herzen verbleibt
Geburtstagsfeier im SandSpielRaum – der organisatorische Rahmen
Wenn du jetzt merkst, dass diese Art zu feiern gut zu dir und deinem Kind passen könnte, hier die wichtigsten Eckdaten:
Dauer: ca. 2 Stunden
Maximale Kinderanzahl: bis zu 7 Kinder
Alter: ideal ab ca. 2 Jahre
Preis: € 180.-
Der SandSpielRaum ist vorbereitet, das Material steht bereit und ich begleite die Feier von Anfang bis Ende.
Die Geburtstagstorte kannst du gerne selbst mitbringen oder auf Wunsch von mir organisieren lassen.
Für Kinder ab etwa 4 Jahren gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Feier mit einer frei und gemeinsam mit den Kindern erzählten Schlussgeschichte zu beenden – ein ruhiger Abschluss, bei dem alle Kinder noch einmal zusammenkommen und gemeinsam kreativ werden.
Möchtest du deinem Kind einen Geburtstag schenken, der in Erinnerung bleibt – ohne Stress?
Wenn du dir wünschst, dass dein Kind einen entspannten und erwartungsfreien Geburtstag feiern darf, dann ist eine kleine Feier im SandSpielRaum vielleicht genau das Richtige für euch.
„Noch 2 Tage, dann habe ich Geburtstag!“, ruft Christine dem Papa zu, als er nach Hause kommt. „Und was wünscht du dir zum Geburtstag?“, fragt der Papa. „Spitzenschuhe und ein Glitzerkleid!“ Christine tanzt nämlich für ihr Leben gern. Sie ist eine richtige Ballerina. Am liebsten tanzt sie vor dem großen Spiegelschrank, der im Schlafzimmer ihrer Eltern steht. „Und sonst gar nichts?“, fragt der Papa. „Nein, sonst gar nichts“, antwortet Christine.
„Und du wünscht dir ganz bestimmt nichts mehr? Vielleicht noch ein Stofftier? Oder ein ferngesteuertes Auto? Einen Drachen? Oder vielleicht einen Ausflug in den Zoo?“ Christine sieht nach oben, auf die Seite, ihre Finger streichen über ihre Wange, dann legt sie ihren Zeigefinger auf den Mund und schielt auf ihre Nase. „Oh“, denkt Papa, „sie denkt wirklich sehr lange nach!“ Und so beschließt er, ihr nochmal zu helfen: „Was magst du am liebsten?“ „Tanzen!“ antwortet Christine. „Jaja“, aber was noch?“ „Pudding! Oder nein, Lasagne!“ Dann dreht sie sich um und tanzt ins Schlafzimmer.
Am nächsten Tag bringt Papa sie wie jeden Morgen in den Kindergarten. Dort wartet bereits Markus auf sie. Mit Markus spielt sie am liebsten. Mit ihm kann sie turnen, tanzen, Tiere spielen und auch im Sand schaufeln. Mit Markus kann sie einfach alles machen, was ihr gut gefällt. „Christine, was wünscht du dir zum Geburtstag?“, fragt er, als sie den Gruppenraum betritt. „Spitzenschuhe und ein Glitzerkleid. Damit tanze ich dann durch das ganze Haus!“
„Und Pudding ´n´ Lasagne“, ruft sie, während sie in den Bewegungsraum läuft. Markus schaut Christines Papa an und fragt ihn: „Puddinglasagne?“ „Ja, Puddinglasagne, so habe ich das jetzt auch verstanden.“ „Gut, dann schenk ich ihr eine Puddinglasagne! Bis morgen!“ sagt Markus.
Als Mama Markus vom Kindergarten abholt, ist Markus schon aufgeregt. „Mama, ich muss für Christine eine Puddinglasagne machen. Das wünscht sie sich nämlich zum Geburtstag!“ „Aha, das hast du heute also noch vor“, antwortet Mama. „Ich hab´ heute Palatschinken für uns gebacken.“ „Mit Marmelade?“ fragt Markus. „Ja, mit Marmelade, oder mit Topfen. Jeder kann sie bestreichen, wie er will.“
Zu Hause angekommen, macht sich Markus gleich an die Arbeit. Von seiner Oma hat er zu Weihnachten drei kleine Auflaufförmchen geschenkt bekommen. Da ein großes Lasagneblatt viel zu groß für das Förmchen ist, zerbricht er es in kleine Stücke. Er holt eine Flasche Tomatensauce aus dem Vorratsschrank, gibt ein wenig davon in eine Schüssel und würzt die Sauce mit Pizzagewürz. Dann legt er eine Schicht Lasagneblätter in die Form, darauf füllt er Tomatensauce, dann wieder eine Schicht Lasagneblätter, dann wieder eine Schicht Tomatensauce. Zum Schluss reibt er etwas Parmesankäse drüber.
Markus schaut sein Werk an. „Und wo ist jetzt der Pudding?“ fragt er sich. Das Puddingpulver findet er im Hängekasten über der großen Arbeitsplatte. Nun muss er erst einmal Pudding kochen. Mit seiner Mama hat er das schon einmal gemacht. Er holt eine kleine Packung Milch aus dem Kühlschrank und leert sie in einen Kochtopf. Während die Milch warm wird, verrührt er das Puddingpulver in einer Tasse mit etwas Milch. Als die Milch zu kochen beginnt, schiebt er den Kochtopf vorsichtig zur Seite und rührt mit einem Schneebesen das Puddingpulver in die Milch hinein. Hmm, das duftet ja schon! Er beginnt also erneut mit dem Schichten. Erst ein Lasagneblatt, dann eine Schicht Pudding, dann ein Lasagneblatt, wieder eine Schicht Pudding. Und zum Schluss Parmesankäse. Er stellt das Förmchen ins Backrohr und dreht den Ofen auf.
„Markus, jetzt komm erst mal was essen!“ ruft Mama und holt Markus aus der Küche. Als er sich an den Tisch setzt, bemerkt er, wie hungrig er ist. Er schmiert Marillenmarmelade auf eine Palatschinke und extra viel Topfen auf die Zweite. Sobald er mit dem Essen fertig ist, steht er auf: „Ich muss schauen, ob die Lasagne schon fertig ist!“ sagt Markus laut und zischt wieder in die Küche. Dort nimmt er das Förmchen vorsichtig aus dem Backrohr. Eigenartig riecht sie, die Lasagne. Und er muss sie gleich kosten, weil sie so interessant riecht. Aber ganz ehrlich, sie schmeckt gar nicht so gut, also der Käse, der passt irgendwie nicht!
„Uuwäähh!“ sagt Markus und verzieht seinen Mund zu einer lustigen Grimasse. „Ich glaub, ich brauch noch eine Palatschinke“, sagt er leise zu sich selbst. Seine dritte Palatschinke bestreicht er mit Vanillepudding, davon hat er ja immerhin noch reichlich. „Hmm, das schmeckt ja besonders lecker!“, ruft Markus.
Dieser Genuss bringt ihn auf die richtige Idee! Die Puddinglasagne, natürlich! Schnell läuft er in die Küche und holt sein drittes Förmchen. Er zereisst eine Palatschinke in kleine Stücke und belegt den Boden der Backform. Danach bestreicht er die Palatschinke mit dem Vanillepudding. Anschließend legt dann wieder Palatschinkenstücke drauf, wieder Vanillepudding und zum Schluss – ja was zum Schluss? Käse nicht, das hat er schon probiert, das schmeckt komisch. Markus schaut sich in der Küche um. Im Vorratsschrank findet er: Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen, Kokosett, Kakao, Mandelstreusel und geriebene Haselnüsse. Er entscheidet sich für das Kokosett und streut es über die Puddinglasagne.
Wie jedes Jahr am 6. Februar wacht Christine schon sehr früh auf. Es ist noch ganz finster, als sie zur Mama ins Bett krabbelt, sie sanft anstupst und sagt: „Guten Morgen, alles Gute zu meinem Geburtstag!“ „Ach Mäuschen, es ist doch erst 6 Uhr, meinst du nicht, wir könnten noch etwas schlafen, bevor wir deinen Geburtstag feiern?“ „Auf gar keinen Fall, das geht mit Sicherheit nicht! Ich kann gar nicht verstehen, warum du das noch immer nicht weißt, liebe Mama! Der 6. Februar beginnt immer um 6 Uhr Früh und das seit 6 Jahren!“
„Also gut“, sagt Mama und drückt dem Papa einen Kuss auf die Stirn. Der Papa zieht die Decke über seinen Kopf und grunzt. „Papa!“, ruft Christine. „Aufstehen, ich hab´ Geburtstag!“
Das erste Päckchen macht Christine noch vor dem Frühstück auf. Endlich, das Glitzerkleid! Wie sehr sie sich das gewünscht hat! Sie zieht das Kleid gleich an und freut sich jetzt noch mehr auf den Kindergarten.
Dort angekommen staunen die Kinder nicht schlecht. So eine glitzernde Christine haben sie ja noch nie gesehen! „Ja, weil ich hab´ heute Geburtstag!“, strahlt sie.
Am Nachmittag besucht Markus Christine zu Hause. Christine zeigt ihm gleich ihre Spitzenschuhe und tanzt mit ihm vom Vorraum in die Küche und ins Esszimmer. Dort stehen bereits Teller bereit, der Papa bringt Kakao und Markus stellt die Puddinglasagne auf den Tisch. „So, liebe Christine, alles Gute zum Geburtstag, das ist mein Geschenk, das du dir von mir gewünscht hast!“
Und ich sag euch, das hat nie aufgehört! Jetzt ist Christine 49 Jahre alt und noch immer macht ihr Markus jedes Jahr zum Geburtstag eine Puddinglasagne!